3) Tot bin Ich
5) Et Cetera
Mit atmosphärischen Geräuschen, Bass- & Klingelgeräuschen und beschwingter Musik unterlegt!
Dieses Hörspiel ist nicht fertig, ich schreibe alle paar Jahre wieder einen neuen Teil, wenn meine eigene Schizophrenie danach verlangt!
I: Ego
II: Männlichkeit
III: Weiblichkeit
IV: Alter Ego
Ich.
Hier.
Dort.
Nein.
Auf der Suche nach Vergangenheit.
Auf der Suche nach Zukunft.
Das selbe.
Identisch.
Ich winde mich in einem Raum aus Unendlichkeit und Nichts, dem Strom der berechenbaren Zeit entgegen, um nicht kategorisiert zu werden in einem Raster aus Zeit und Raum, das mich einengt, mich unfrei macht, und meinen Untergang bedeuten kann.
Ich weiß es nicht, aber ich denke.
Also bin ich?
Bin Ich?
Ich?
Nein!
Ich bin nur die Imagination, die sich mein Geist machte, um als gleicher unter gleichen auf diesem Planeten zu leben. Auch er nur Imagination?
Nein.
Doch auch nicht Real.
Irgendwo dazwischen.
Pause.
Mir entgeht nichts.
Auf irgend eine Art entdecke ich alles, selbst wenn ich es selbst nicht spüre, so hat es doch einen Platz in meinem Bewußtsein erlangt und ist so Teil meiner Selbst geworden. Ich kann nicht mehr umhin, auch diese Teile, die ich nie bewußt wahrnahm und nie wahrnehmen werde, zu akzeptieren als Teil meiner Identität, die zu repräsentieren ich nun einmal auf diesem Planeten gezwungen werde.
Ich kann nicht anders.
Soll ich anders können?
Ich?
Hier?
Dort?
Nein?
Oder vielleicht doch, und ich weiß es bloß noch nicht?
Ich habe mir das denken abgewöhnt, als ich die Zeilen in Warten auf Godot las, die als einzige länger als fünf Zeilen wenigstens förmlich zusammenhängen. Ich glaube nicht wirklich, daß ich denken kann. Es ist nur eine Illusion, eine Imagination, wie alles andere auch. Ich denke nicht, und doch bin ich.Darf ich den überhaupt denken? Begehe ich nicht einen Fehler, in dem ich mich zu irgend etwas entschließe, daß vielleicht gar nicht zu verwirklichen ist?
Nein.
Ich glaube nicht.
Ich habe mir auch das glauben abgewöhnt. Es hatte keinen konkreten Hintergrund, einfach so. Ich wollte nicht mehr. Ich konnte nicht mehr länger an etwas glauben. Frag mich nicht, warum. Ich weiß es nicht. Es überkam mich einfach so.
Pause.
Ich glaube, ich muß mich jetzt übergeben.
Also glaube ich doch wieder.
Scheiße.
Ich?
Du?
Hier
Dort?
Nein!
Sonnenmantel und Mondgebirge.
Durchdachtes offenes System.
In einem Strudel gefangen, möglicherweise hoffnungslos.
Pflichtlich durchtriebenes Menschenkind vor der Erfindung des Werkzeugs.
Nachdem das Feuer auf die Erde gebracht wurde bekam die Welt diese große Brandblase, in die ich gestern hineinstach und von deren Lymphflüssigkeit ich ertränkt wurde.
Todesmutige Tötung des todbringenden Indikators des Sterbens.
Indikatorsuche nach farblicher Abstimmung mit dem täglich wechselnden Farbton der Haarpracht der Königin der Nacht- . . .
. . . -schwarz ist die Iris des Meisters wenn die Taube vor dem Fenster singt . . .
Und blaurot mutiert der Horizont bei der Brandrodung des menschlichen Schamhaares . . .
Die von der Königin angeordnet wurde.
Durch ungewöhnliche Temperaturschwankungen verbarrikadierte olfaktorische Rezeptoren beim gewöhnungsbedürftigen Menschen in den Ländereien des ländlich länglichen Feindes.
So wird das suchende Schnüffeln das am Boden liegenden Gesichtes nutzlos und ritualisiert sich zu einer letzten Handlung der Hoffnungslosen . . .
. . . knöchernen . . .
. . . Hoffnung.
Bin ich dir begegnet?
Kann ich dir begegnet sein?
Darf ich dir begegnet sein?
Oder ich?
Oder ich?
Oder ich?
Haarausfall nach wenigen Stunden.
Doch der Kranz wird entzündet, weil wir warten auf eine Botschaft.
Er brannte schon.
Brannte mein ganzes Leben.
Durchdringend wird mir bewußt, daß wohl nicht Herbst sein kann.
Ich widerspreche meinen Prinzipien...
Die ich vor Jahren abgelegt habe
Um frei sein zu können.
Zu dürfen
Zu müssen
Und weiter gehen zu können
Zu dürfen
Zu müssen
Muß ich dürfen können?
Darf ich können müssen?
Kann ich müssen dürfen?
Pause.
Ich muß können dürfen!
In einem anderen Leben erschien mir dieses wie ein Traum von einem vietnamesischen Palmenstrand.
Kannst du dich noch an die Rotorblätter des Ventilators erinnern?
An das Salz auf seiner Haut
Daß er kristallisieren läßt
Um die Rehe im Wald zu versorgen
Der Schweiß als Nahrung für das Wild.
Das Wild, das er nicht verzehren darf.
Aus pädagogischen Gründen.
Alleine läuft er seinen Schulweg
Er frißt das Gras
Hat es immer gefressen
Fristet es noch heute
Dieser „Er“
[
Billy wohl
Genannt wurde er so
] gestrichen
Fühlst du dich ihm verwandt?
Pause.
Er ist wie mein
Stief-
Schwieger-
Groß-
Vater.
Schnell.
Ich.
Du.
Hier.
Dort.
Nein.
Und sie?
Das Furunkel auf meiner
Deiner
Stirn
Fängt glühend an zu
Pochen
Kochen
Wenn ich
Du
Ihr
begegne-
-st, kannstu sie fühlen?
Pause.
Ein Astralkörper schwebt
Auf jener bekannten rosa Wolke
Durch den Raum und läßt sich
Auf einer rosa Couch
Mir gegenüber nieder
Bin ich da wenn ich tot bin oder
bin ich tot wenn ich da bin oder
bin ich da wenn ich da bin
bin ich tot wenn ich tot bin
Oder
Bin
Ich
Hallo Vater.
Möchte ich dir etwas erzählen?
Ja
Nein
Habe ich mir etwa noch keine Gedanken darüber gemacht?
Doch
Weiblich
Männlich
Das gegenüber
Denke ich. Pause. Außerirdisch.
Da ich irdisch
Unirdisch
Unterirdisch
Einmal Pizza mit extra terrestrisch
Alle lachen.
Und wenig-Er!
Alle verstummen, III´s Lachen verklingt schüchtern.
Angenommen
Nur mal angenommen
Rein hypothetisch
Sagen wir mal
daß Sie
wie auch ich
oder auch nicht
Nicht von dieser Welt ist
Und weiter,
daß wir von dieser
jener
Welt sind.
Nachdenkliche Stimmung.
Können wir dann
Ich denke nicht, daß
Man sollte die mögliche
Möglichkeit
möglicherweise
für un-
-möglich halten.
Daß heißt, wir
ihr
können
könnt
uns
euch
nicht
paaren.
Generationen überblicken
Generationen schaffen
Zeugen um Zeugnis abzulegen
Zeugen um Zeugen zu zeugen
Als Zeugen der Anklage
Und Trauzeugen
Ich und du?
Du und Ich?
Ich, Du ... und?
und und und ...
et cetera
Am Abgrund eines Anfangs
Bist bald befreit
Du schreitest gen Licht, hoffend auf das Ende einer Suche suchst du am Ende nach Hoffnung.
Ein vieläugiges Monster, daß sich aus den Albträumen meiner Kindheit bis heute halten konnte, begegnet mir nun tagsüber. In der U-Bahn, am Gemüsestand, der seinen schönen grünen Wagen mit der rot-schwarz gestreiften Plane mit den groben weißen Nähten aufgeben mußte zugunsten eines von Wind und Wetter befreiten in-door-vegetable-store mit Rentenanspruch und Erziehungsurlaub.
Glaube ist nicht länger das Maß aller Dinge. Ich kann glauben was ich will, ich weiß was ich weiß. Nicht länger ist Weißheit durch Glauben zu erlangen ...
Aber Glauben durch Wissen.
Freiheit steht auf unseren Fahnen, doch wozu bräuchte man Fahnen, wenn sie die Realität abbilden würden? Wozu etwas sagen, was ohnehin jeder weiß
Oder glaubt
Zu wissen
Pause
[
Obst
Pause ...
Ja, ja
Pause...
]optional
Der Turm zu Babel wurde aus Äpfeln gebaut. Äpfel, die man so hoch auftürmte, daß sie den Himmel erreichten und Gott von ihnen kosten konnte.
So hat sich der Schöpfer selbst aus dem Paradies vertrieben.
Die Kontrolle, die eine gemeinsame Sprache ermöglicht, ist bis heute unerreicht.
Äpfel, von denen keiner essen durfte.
Um Subventionen zu kassieren.
Der Turm zu Babel wurde aus den Schädeln kleiner Kinder gebaut, von denen der Antropologe sagen würde, daß sie negroid sind.
Damit der Schöpfer aus ihnen trinken kann.
Der Geschmack einer guten Spirituose aus einem Kinderschädel ist bis heute unerreicht.
Schädel, von denen keiner sprechen durfte.
Um Subventionen zu kassieren.
Pause.
et
cetera
Lichtspendende Schatten wandern durch meine Gedanken, verhüllen und verbergen was durch sie selbst offenkundig wird. Das Zwielicht der Jahrhunderte umgiebt mich, in dem sich unumschreibbare Konturen abzeichnen, die von unaussprechlicher Logik zeugen.
Logik ist keine Wissenschaft!
Wissenschaft ist, was Wissen schafft.
Der Mann war gut gelaunt, als er sein Haus verließ, er ging pfeifend die Straße entlang und wollte nichts als die sonnige Sonne genießen, die ihm wärmende Wärme spendete. Ohne trübe Gedanken gelangte er an ein Gehegt von Gauklern, ein Zirkuszug, und fand sich zu seiner eigenen Verwunderung vor dem Zelt der Zukunft wieder, dem Wagen des Wahrsagers, doch er wagte nicht zu weichen obwohl er ein wages Gefühl hatte, daß er hier nicht zu dem Glück gelangen konnte, daß er kannte bevor er gekommen war. Zögernd zerteilte er das Gehänge vor der Gruft seines Geschicks und wartend wendete er seinen Blick von Wand zu Wand. Unwirklich erschienen ihm die Umstände, unter denen er in diesen Unterstand gekommen war, bis der alte Astrologe auftrat und ihn den Atem anhalten ließ. Andächtig arrangierte er die Aufbauten um den Anschein aufrecht zu erhalten, der Kunde könne mit Kenntnis rechnen. Konfrontiert mit der kakophon klingenden Kunde seines Künftigen konnte der krank vor Kummer Keuchende kaum den Soll zahlen, den sein Meister ihm mitteilte. Mit Mühen mag er es geschafft haben, die Mitte der Mystik zu verlassen um fortan versteckt und verzweifelt zu versuchen zu vergessen was die Vergangenheit ihm vorhergesagt, doch kein Klang des Glücks kam künftig aus seinem Mund.
Sich in Geburt befindend möchte das kommende Kind schreien, doch es bekommt noch keine Luft
et
cetera