Ein Freund schickte mir gerade diesen Spruch per Email: "Wer heute den Kopf in den Sand steckt, muss sich nicht wundern, wenn er morgen mit den Zähnen knirscht!
Daraufhin habe ich das hier geschrieben:
Ein Kängoruh ein Kängoruh,
das machte seine Augen zu,
und träumt´ vom weißen Palmenstrand
dachte wie es möglich sei
zu tauschen diese Wüstenei
gegen heißen Meeressand
Sprang dann hopp und hopp
nach Süden im Galopp
das Rauschen des Meeres zu suchen
Als Felsen kamen
begann es zu lahmen
und fürchterlich zu Fluchen
"Das ist doch alles pfui,
Das ist nicht wie bei TUI,
nicht was man mir versprochen hat"
Dreht sich um
und schaut herum
Und hat die Suche jetzt schon satt.
Ein fahrender Bärber,
ein handelnder Gärber,
kamen von Westen her.
Es fragt nach Sand,
und hofft auf Strand
und hoffend freud´s sich sehr,
Die Füße zerschunden,
doch Freunde gefunden,
und vielleicht noch mehr.
Der Bärber, ein Alter,
Der Gärber, ein Kalter,
luden es zum Essen ein
Der eine spachen vom Westen
der andre wollt es mästen,
und brachte den guten Wein.
Und als es dann betrunken,
und keinen Sand gefunden,
stach er erbarmungslos zu.
Der Bärber wollte helfen
und rief zur Hilf die Elfen
zu schützen doch das Kängoruh.
Röchelnd liegend am Boden
Die Wahrnehmung verschoben,
sah es noch einmal den Sand
Wie er fällt und fliegt
während der Bärber siegt:
er tötet den Gärber im Stand.
Der Bärber verzweifelt
den Freitod er auswählt
So sind die Verluste total.
Alle verendend
in Krämpfen sich wendend
fragen nach der Moral.
Es sagen die Leute:
"Hinter dir ist die Meute,
dann steck nicht den Kopf in den Sand."
Doch sage ich heute:
"nun werd nicht zur Beute,
und steck nicht den Sand in den Kopf."
08/12/04